21.07.2009

Kybele, die Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe

"Sibel ist ein weiblicher Vorname dessen Herkunft nicht gesichert ist. Er ist in vielen Regionen der Welt in unterschiedlichen Schreibweisen verbreitet. Dennoch etablierte sich der Name vor allem in der Türkei und erfreut sich auch in Frankreich, nicht zuletzt wegen seiner weichen Aussprache, immer größerer Beliebtheit. Im Arabischen steht der Name für den "Regentropfen zwischen Himmel und Erde, der jedoch niemals auf die Erde fallen wird". (Quelle: Wikipedia)

Dies war ein kurzer Ausflug in die Welt von Wikipedia. An alle "SIBEL´s", sowie diejenigen, die mit einer SIBEL zusammen sind oder einer SIBEL imponieren wollen.
Hier die ultimative Antwort auf die Frage: „Wer bin ich und wenn ja, warum“!?

Ich war vor 10 Jahren in Istanbul. Das ist jetzt nichts Besonderes, denn in Istanbul war ich in meinem kurzen Leben sehr oft. Vor 10 Jahren stand ich nun mit großen Augen vor der Hagia Sophia, denn bis dahin kannte ich Istanbul immer nur als große, lärmende, bunte und undurchsichtige Stadt. Ich wollte mir ein wenig Kultur gönnen und war mit einer Horde bildungshungriger „ausländischer“ Touri´s unterwegs.Nach ein paar Minuten sprach mich ein türkischer Geschichtsprofessor an und fragte, ob ich türkischer Abstammung sei… (die Frage war nicht ganz ersichtlich, war ich doch außer meiner sizilianischen Freundin in dieser Gruppe die einzige „Ölaugin“). Er fragte mich auf eine eigenartig unaufdringliche undhöfliche Art nach meinem Namen und sah mich dabei von oben bis unten an. Der Professor erzählte, dass er sich mit Namensgebungen und Ahnenforschung beschäftige und, dass viele die ursprüngliche Herkunft ihres Namens nicht kennen würden. Das sei sehr schade, denn schaue man sich die Personen genauer an und kenne die Bedeutung/Herkunft ihrer Namen, könne man feststellen, dass der Name zu den Charaktereigenschaften und zu der Persönlichkeit eines Menschen in den meisten Fällen zusammen passe. Also fing er an, mich an einem verregneten Novembertag in Istanbul auf einer Bank vor der Hagia Sophia über die Herkunft meines Namens aufzuklären:

Der Name SIBEL kommt von Kybele; Kybele ist die (unter anderem) Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe (der Blick des Professors ging wieder auf meine Figur).Bei den alten Hetitern hieß Kybele „Cybele“.Die Byzantiner änderten es marginal in „Cybel“ um und bei den Osmanen/Türken (weil Cybel nicht ausgesprochen werden konnte) wurde es zu SIBEL. Kybele hätte eine sehr weibliche Figur.. (Wenn man sich die Bilder zu Kybele, der Mutter alle Götter, anschaut, würde ich mal behaupten: ja, das kann man so unterschreiben... ;-))Sybille, Cybil, Isabel haben denselben Ursprung... dann grinste der ergraute Prof. süffisant und meinte: „ Deine Eltern wussten schon, warum sie dir gerade diesen Namen gegeben haben“. Er widmete sich wieder den anderen Touristen und ließ mich mit großen „Ölaugen“ zurück. Was man nicht alles auf einer Istanbulreise lernt! Vor allem über sich selbst ;-)

In der Ägäis wird der Name „Kybele“ übrigens häufig als Markenname für Produkte aus Olivenöl benutzt.

http://www.sungaya.de/schwarz/griechen/kybele.htm

Edit: es gibt nichts Schlimmeres, als "den schönen Namen Sibel" zu einer "Zwiebel" verkommen zu lassen… alle Leidesgenossinnen wissen, was ich meine... da bevorzuge ich lieber Sibob, Siby oder Sibosh ;-)… (ist aber keine Aufforderung mich so zu nennen ;-)
Edit2: Über den Wahrheitsgehalt der Ausführungen des Professors übernehme ich keine Gewähr ;-)Edit3: irgendwann blogge ich, warum ich mit Nachnamen ausgerechnet Naric heiße und nicht "Anders" ;-)

To be continued...

20.07.2009

Geburt

Es ist und wird wohl tatsächlich eine schwere, unglaubliche schwere Geburt. Woher soll ich wissen, ob ich ein "TrafficBlogger", ein "SchwätzchenBlogger", ein "NischenBlogger" oder gar ein "NewbieBlogger" bin? Im Leben hätte ich mir nicht ausmalen können, was sich hinter Trackbacks, Linkhubs, Blogevents und Memes und Blogcarnivals befindet. Was mach ich denn nun? Kann man Web 2.0 eigentlich auch als Studienfach belegen? Wahrscheinlich! Verlinke ich mich mit Technorati oder doch lieber nicht? Und lasse ich mich auf peer groups ein (bisher kannte ich die nur aus der Schule). Werde ich nun die Topbloggerin oder verharre ich als NischenBloggerin? Vielleicht entscheide ich mich ja auch für das "Multi-AutorenBlogging" und lade in regelmäßigen Abständen GastBlogger ein... Que voi? Mamma mia...!

Eines weiss ich wohl: ich mag kein kleines Sternchen am Rande der (Blogger)Galaxys sein! Nein, das mag ich nicht! Und deswegen mache ich mich mal auf den Weg im WorldWideWeb und crosslinke mich jetzt auf Teufel komm raus...!!!

19.07.2009

Trainingslager oder Die Diva

Ich war letzte Woche im Trainingslager.

Nein, nix Fußball. Im richtigen Diven- und Zickentrainingslager auf einer schönen Insel im Süden. Ich dachte immer, ich wüsste Bescheid. Diva sein ist einfach. Kann jeder. Auch ich. Aber nein, ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Ich habe meine Meisterinnen gefunden. Im Divenkosmos bin ich ein klitzekleines unscheinbares Lichtlein, zu dem, was ich letzte Woche mitgemacht habe bzw. erleben durfte. Lehrreich war es! Auf Mallorca war ich. Das erste Mal. Mit drei Frauen. Also Mallorca und drei Frauen. Einzelheiten, was das bedeutet, möchte ich jedem Leser an dieser Stelle ersparen. Kann sich eh jeder denken. Mit Mallorca habe ich immer schon grölende, bereits besoffene Kegelbrüder und Junggesellinnenabschiedsgedöhnsrat sowie Jürgen Drews verbunden. Nein, dem war zu meiner großen und unerklärlichen Überraschung nicht so. Die Leute, die im Flieger ruhig und entspannt saßen, waren so normal. So stinknormal. Langweilig. Nichts mit Alkoholfahne und üblem Mundgeruch im Nachbarsitz. Egal, die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Dafür 50 Zeitschriften wie Elle, Gala, InStyle und Bunte um mich rum verteilt. Kann man mit leben, muss man aber definitiv nicht. Vor allem muss man nicht wissen, wer mit wem weshalb wie viele uneheliche Kinder hat und warum Frau XY so fett geworden ist. Aber gut. War ja mit Frauen unterwegs.

Mit dem Mietwagen ging es zum Hotel. Ich durfte fahren. Nicht, weil ich gerne fahre, nein, weil die eine Diva kein Automatikwagen fahren kann, die andere ihre Brille vergessen hat und die andere grundsätzlich ungern Auto fährt. Im Hotel angekommen (nach ca. 1 ½ Stunden, wobei wir sehr leicht in einer halben Stunde in der Destination gewesen wären, fragt aber lieber nicht warum) ging es mit den Nerven am äußersten Limit ins Bett. Alles, was an den darauffolgenden Tagen auf mich zurollte, war nicht zu bändigen, geschweige denn zu stoppen.
Auszug (ein Hauch von Auszug um genau zu sein): wie lange dauert die Fahrt denn noch zum Strand (wir waren gerade 10 Minuten unterwegs); ich muss unbedingt ein Espresso haben, ohne Espresso von Starbucks gehe ich nicht raus (mitten in der Pampa), ich muss zu McDreck um mir ein Shake zu holen, (obwohl zig stilvolle Cafés um uns rum); ich muss mal, aber sofort (auf der Autobahn mit 150 Sachen); ich bin müde und habe Kopfschmerzen (erster Abend um 23 Uhr am Yachthafen mit gutem Essen und gepflegter Weinverkostung und nach 12 Stunden ununterbrochener Sonneneinstrahlung, bei Temperaturen um die 38 Grad Celsius); ich muss noch unbedingt zu Prada und zu Zara und zu… (dieses Thema, also „shoppen“, durchzog sich durch den kompletten Urlaub, bis zur letzten Stunde, denn es war „Sale“ in Spanien); Hardcore-Shopping von 10 Uhr morgens bis 20 Uhr abends mit einer kleinen Pause von ca. 1 Std. (und das in einer kleinen Stadt wie Palma)… wie erwähnt, dies ist nur ein minimaler Bruchteil von einem Abenteuerurlaub der besonderen Art…

In Wikipedia steht zu „Diva – Plural Diven, aber auch (weniger stilvoll) Divas – rührt von der weiblichen Form des lateinischen und italienischen divus „göttlich“ her.“
Soweit so gut. Göttlich bin ich auch. Nicht umsonst stammt der Name Sibel von Kybele ab. Wen es interessiert, wer Kybele ist, kann ja googeln.
Weiter in der Definition: „Häufig wird der Begriff „Diva“ jedoch auch mit einer negativen Wertung im Sinne von Hochmut belegt, wenn Personen (meist Frauen) infolge besonderen Bekanntheitsgrades ihrer Umwelt ihre gegebene oder vermeintliche Abgehobenheit durch ‚Unnahbarkeit‘ zu erkennen geben. Mitunter steht ein solches Diventum auch in Verbindung mit Launenhaftigkeit und Missachtung oder gar Schikanieren des persönlichen Umfeldes. Männliche „Diven“ sind keineswegs unbekannt. “ Ich sterbe für jede männliche Diva! Und jeder Mann, der mit solch einer Spezies von Frau zusammen sein muss, tut mir unendlich leid... Die Missachtung und das Schikanieren seines persönlichen Umfeldes beherrschten meine Miturlauberinnen mitunter in Perfektion… Will nicht heißen, dass Bösartigkeit mit im Spiel war. Nein. Definitiv nicht.

Warum Trainingslager? "In der Sportberichterstattung wird der Begriff launische Diva meist im Zusammenhang Sportlern (meist Fußballspielern) verwendet, deren Spiel mitunter starken und für den außenstehenden Betrachter unvorhersehbaren Qualitätsschwankungen unterworfen ist und deren (künstlerisches) Repertoire dabei von meisterhaft aufgeführten Klassikern bis hin zu hochmütig und gelangweilt heruntergespielter Alltagskost reicht.“
Mehr gibt es zu diesem Mallorca-Urlaub auch nicht zu sagen. Ich habe meine Gurus gefunden! Und viel gelernt, über das Dasein einer wahrhaften DIVA.
Bin reif für die Insel. Brauche mindestens zwei Wochen Urlaub. Mallorca wäre schön, habe ich gehört...

Edit: Diverse Augenzwicker bitte hinzudenken ;-)
Edit2: Maria Callas war eine Diva. Aber sie war wirklich eine DIVA.